Wir sind PLAN-Pate

Seit dem 11. Juni 2009 sind wir PLAN-Pate. Zusammen mit Plan International Deutschland e.V. unterstützen wir die kleine Stephania aus Haiti.

Stephania

Stephania ist im Januar 2007 geboren und wohnt in Haiti. Sie spricht kreolisch und gehört dem christlichen Glauben an.

Stephania´s Familie

Stephania´s Vater ist abwesend, ihre Mutter ist 1988 geboren und verdient ihren Lebensunterhalt als Straßenhändlerin. Stephania erhält zurzeit alle Grundimpfungen und ist nach Aussage der Familie gesund und hatte keine schwere Erkrankung.

Lebensbedingungen

Stephania wohnt in einem Haus aus Stein mit einem Dach aus Wellblech. Die Familie bezieht ihr Wasser ganzjährig aus einer örtlichen Wasserleitung, weniger als 1 km entfernt. Die nächste Gesundheitseinrichtung ist ungefähr eine Dreiviertelstunde entfernt.

  Haiti  

Einwohner 9,5 Mio. (Deutschland: 82,6 Mio.)
Lebenserwartung 60 Jahre (D: 79 Jahre)
Kindersterblichkeit 80 von 1000 (D: 4 von 1000)
Pro-Kopf-Einkommen 480 USD (D: 36.620 USD)
Alphabetisierungsrate* Frauen 50%, Männer 54%
Landesfläche 27.750 qkm (D: 357.030 qkm)
Hauptstadt Port-au-Prince
Landessprache Kreol, Französisch
Religion Voodoo, Christentum
*bei Jugendlichen (15–24 Jahre)
 
 

 

 

Geografie und Klima

Haiti liegt auf dem westlichen Drittel der Karibikinsel Hispañola. Ehemals als die üppig bewachsene "Perle der Antillen" bekannt, ist Haiti heute durch Abholzung und Erosion weitgehend kahl. Es herrscht tropisches Klima. In der Hurrikan-Saison von Juni bis September kommen häufig schwere Überschwemmungen vor.

Geschichte

Nach wechselnden Kolonialherren wurde Haiti 1804 unabhängig. 1844 trennten sich die spanisch- und französischsprachigen Inselteile endgültig. 1915 bis 1934 besetzten die USA das Land. Die Terror-Regimes von "Papa Doc" und "Baby Doc" folgten.

Situation heute

Haiti ist das ärmste Land Lateinamerikas. 1990 wurde der linksorientierte Geistliche Aristide Präsident, der 1991 durch Putsch sein Amt wieder verlor. Ab Mitte 1997 fehlten Premierminister und Kabinett vollständig. Aristide gewann trotz massiver Korruptionsvorwürfe Ende 2000 die Präsidentschaft. 2004 kam es zu schweren innenpolitischen Unruhen und Ausschreitungen. Internationale Truppenkontingente und die Einsetzung einer Interimsregierung haben die innenpolitische Lage inzwischen beruhigt. Allerdings kommt es immer noch zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Aristide-Anhängern und haitianischen und internationalen Schutztruppen. Die Wahlen im Februar 2006 gewann René Préval.

Situation der Kinder

Kinderarbeit, Bedrohung durch HIV und Aids und physische Gewalt in Schulen und im Elternhaus gehören zum Alltag der Kinder und Jugendlichen in Haiti.

Gesundheit

In Haiti fehlen medizinische Einrichtungen und geschultes Personal. Mangelernährung, Typhus, Malaria, Tuberkulose sowie Aids gefährden das Leben vieler Haitianer. Haiti weist mit 3,8% eine hohe HIV-Prävalenzrate auf.

Bildung

Haiti mangelt es an Schulen, Lehrmaterial und qualifizierte Lehrer. Da viele Eltern das Schulgeld nicht aufbringen können, schicken sie ihre Kinder abwechselnd zur Schule.

Lebensumfeld

Die Trinkwasser- und Stromversorgung ist schlecht. In den ländlichen Gebieten hat nur etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. Fast der gesamte Baumbestand Haitis wurde abgeholzt, nur noch 23 Prozent des Landes können landwirtschaftlich genutzt werden.

(Quelle: Plan international)

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